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Kreistag - Wokrjesny sejmik

26.10.2017

Technischer Ausschuss informiert sich zum Thema ZVON-Nahverkehrsplan

Verkehrsplaner stellen überarbeiteten Entwurf des Planes vor

Der Zentrale Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien hat nach zahlreichen Einwänden den Entwurf des kommenden Nahverkehrsplanes überarbeitet. Die Ergebnisse wurden am 23. Oktober 2017 in einer außerordentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses des Kreistages Bautzen vorgestellt.

Zu den kritisierten Punkten zählte unter anderem eine Taktlücke von 90 Minuten bei der Ankunft von Zügen aus Zittau in Dresden am Morgen. Hier hatten die Verkehrsplaner einen Zug weniger als bislang vorgesehen.

„Wir haben diese Lücke geschlossen und planen jetzt sogar mit noch einem Zug mehr“, erklärte Christoph Mehnert, stellvertretender Geschäftsführer des Verkehrsverbundes. Am Nachmittag ist ebenfalls ein zusätzlicher Zug von Bischofswerda nach Zittau vorgesehen. Noch nicht optimal schätzt er dabei die Umstiegszeit dieser Zusatzzüge von rund 15 Minuten in Bischofswerda ein.

„Wichtig wird es zukünftig sein, sich noch besser mit dem Dresdener Verkehrsverbund Oberelbe über die Anschlüsse ins Gebiet des Zentralen Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien abzustimmen. Es muss gelingen, die speziellen Bedingungen des Ballungsraumes Dresden sowie des ländlichen Raumes von Ostsachsen in Einklang zu bringen.“, sagt Mehnert.

Im ersten Entwurf wurde auch die geringere Frequenz in der Bedienung von kleineren Haltepunkten wie in Pommritz oder Seitschen kritisiert. Hier habe man im aktuellen Entwurf des Nahverkehrsplanes mit 5 weiteren zusätzlichen Halten ebenfalls deutlich nachgebessert.

Das Grundprinzip einer schnelleren Anbindung nach Dresden bleibt jedoch bestehen. Das Gebiet der beiden Verkehrsverbünde müsse dabei als Einheit betrachtet werden, so Christoph Mehnert. Die anschließende Diskussion im Ausschuss hat für die Anbindung der Gemeinde Kubschütz noch zusätzliche Zughalte gefordert.

Landrat Michael Harig, zugleich Vorsitzender des Zentralen Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien und des Verkehrsverbundes Oberelbe, stellte weitere Verbesserungen in Aussicht. Dazu zählen neben dem Plus-Bus-Konzept zur besseren Anbindung von Ortschaften an die Bahn auch Investitionen in Barrierefreiheit und die Modernisierung von Haltepunkten.

Eine bessere Verknüpfung von Bus und Bahn stellte auch Beigeordnete Birgit Weber in Aussicht. Dies sei eine Aufgabe, die in den kommenden zwei Jahren gemeinsam von beiden Verkehrsverbünden gelöst werden müsse.

Dabei sei es zwingend, die Strecken der Busse zu überprüfen. „Wir müssen die relevanten Kundengruppen auch tatsächlich erreichen. Dabei muss der Bus dort fahren, wo sich heute Firmen und Wohnsiedlungen befinden oder entwickeln.“ Derzeit werde mit Radeberg das erste Streckenteilnetz überprüft.

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