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Asyl im Landkreis Bautzen

Wer darf in einer Wohnung wohnen und wer nicht?

Wohnungen eignen sich weitestgehend nur für Familien, wenn diese folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • positive Sozialprognose (Selbständigkeit)
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache
  • kein auffälliges Verhalten

Auch wenn schwerwiegende gesundheitliche Erkrankungen vorliegen, kann eine Wohnung zugeteilt werden.

Die Unterbringung in einer Wohnung ist ausgeschlossen, wenn

  • mit dem Vollzug der Ausreise ist zu rechnen ist,
  • der Asylbewerber sich in der Gemeinschaftsunterkunft auffällig verhalten hat
  • Straftaten begangen wurden.

In der Regel keine Wohngemeinschaften für Asylbewerber

Einzelpersonen werden nur in begründeten Ausnahmefällen in Wohnungen als Wohngemeinschaft untergebracht. Unterschiedliche Lebensstile, verschiedene Nationen und Religionen können unter Umständen in solchen Wohngemeinschaften zu Konfliktpotential führen.

Durch die Abschiebung oder Anerkennung einzelner Asylbewerber würde sich die Zusammensetzung der Bewohner ständig ändern. Das erschwert ein Zusammenleben zusätzlich. Im Vergleich zur Unterbringung im Wohnheim ist in Konfliktfällen kein Betreuungspersonal zur Stelle, welches schlichten könnte.
Erfahrungsgemäß wirken Konflikte in den Wohnungen auf das unmittelbare Wohnumfeld.

Außerdem gibt es kaum Vermieter, welche ihre Wohnungen für Wohngemeinschaften mit Einzelpersonen zur Verfügung stellen.

Kostenneutrale Unterbringung im Vergleich zu Wohnheimen

Der Landkreis achtet darauf, dass Wohnungen kostenneutral im Vergleich zu den Gemeinschaftsunterkünften sind. Dies ist meist erst ab 4 Personen der Fall.
Zudem dürfen Wohnungen nicht teurer sein als solche, welche SGB-2- Empfängern (sogenannten Hart-4- Empfängern) genehmigt werden.

Die Unterbringung in Ein- oder Zweiraumwohnungen kommt aus wirtschaftlichen Gründen deshalb grundsätzlich nicht in Betracht.