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Integrierte ländliche Entwicklung - Spěchowanje nakrajneho wuwića

04.09.2018

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft informiert: Staatsminister Schmidt besucht die Leader-Gebiete „Westlausitz“ und „Bautzener Oberland“

Leader fördert die Region – Gute Erfahrungen mit regionaler Verantwortung.

Staatsminister Thomas Schmidt hat am 3. September 2018 die Leader-Gebiete „Westlausitz“ und „Bautzener Oberland“ besucht. Dabei informierte sich der Staatsminister über den Umsetzungsstand des Leader-Programms. Die besichtigten Projekte zeigen die vielfältigen Möglichkeiten auf, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums unterstützt werden.

„Beide Gebiete zeigen, wie vielfältig die Vorhaben sein können, die mit Leader unterstützt werden – ob Umnutzung vorhandener Baukultur zum Mehrgenerationenhaus, ob Tourismuskonzept, Spielplatz oder individuelle Unternehmensförderung. Die heute besuchten Projekte bereichern die Region und bringen die Dörfer voran“, sagte der Staatsminister.

„Hier wird deutlich, dass das Programm ganzheitlich in den ländlichen Raum hineinwirkt und dabei die großen Freiheiten der Leader-Gebiete hervorragend und kreativ eingesetzt werden.“

Staatsminister Schmidt startete seinen Besuch bei Familie Werab, die sich nach der Wiederherrichtung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses im Großharthauer Ortsteil Schmiedefeld ansiedelte. Das Fachwerkhaus wurde unter Einhaltung heutiger Wohnstandards und der Anforderungen des Denkmalschutzes wiederhergestellt.

Durch den Ausbau einer Wohnung und eines weiteren Gebäudes des Hofensembles lebt die Familie mit mehreren Generationen gemeinsam. „Die Häuser unserer Vorfahren und die Struktur unserer Dörfer sind Teil unserer Heimat. Die Menschen im ländlichen Raum identifizieren sich damit, “ sagte Staatsminister Schmidt. „Der Erhalt unserer ländlichen Baukultur ist Ziel aller 30 sächsischen Leader-Gebiete.“

Im Rahmen eines Rundganges in Großharthau besichtigte der Staatsminister weitere Projekte, die über Leader gefördert wurden. Unter anderem wurde das Dachgeschoss der Grundschule ausgebaut und die Rettungstreppe erweitert.

Aufgrund von Kapazitätsengpässen in der Grundschule Großharthau wurden zwei weitere Klassenräume geschaffen – einer davon kann auch durch die Hortbetreuung genutzt werden. Die Gemeinde erhielt dafür rund 190.000 Euro Fördermittel.

Zudem besichtigte der Staatsminister Schmidt bei einem Rundgang in Sohland einige Vorhaben des Leader-Gebietes „Bautzener Oberland“. Die Sternwarte „Bruno H. Bürgel“ hat knapp 50.000 Euro Förderung erhalten, um den ersten Teil des Tourismuskonzeptes „Sonnenpfade“ umzusetzen. Damit können etwa  Nachbildungen von Felsen gebaut und Informationstafeln erstellt werden.

Hintergrund sind die besonderen Phänomene der Sonnenbeobachtung an verschiedenen legendenumwobenen Felsen der Oberlausitz: Sichtöffnungen im Felsgestein ermöglichen kalendarische Sonnenbeobachtungen zur Bestimmung der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen.

Eine weitere Station war die Firma Schicktanz, die Kunststoffteile herstellt. Sie erhält über Leader eine Förderung, um ihre Unternehmenskommunikation grundlegend zu erneuern. Der Stauseespielplatz wurde über eine Förderung von knapp 54.000 Euro durch die Gemeinde neu gestaltet: Das Gelände wurde profiliert, Spielgeräte aufgearbeitet sowie die Bepflanzung erneuert.

Der Rundgang endete an der „Scheune am See“. Das dazugehörige Brauhaus hatte im Juli 2018 einen Förderbescheid über knapp 64.000 Euro für die Anschaffung einer Brauanlage erhalten. Damit soll eine Microbrauerei aufgebaut werden. „Gerade die kleineren Betriebe in unseren Dörfern erhalten über Leader Unterstützung für einen leichteren Start in eine stabile Selbständigkeit“, sagte Staatsminister Schmidt in Sohland.

Die beiden besuchten Regionen gehören mit jeweils 50.000 Einwohnern zu den kleineren sächsischen Leader-Gebieten. Träger der Region Westlausitz ist der Verein “Westlausitz – Regionale.Wirtschaft.Leben”. Dessen Titel beschreibt gleichzeitig das Leitbild. Insgesamt 12 Gemeinden und Städte hatten bereits seit 2007 ein Leader-Gebiet gebildet und wurden ab 2014 wieder als Leader-Gebiet anerkannt.

Bis zum Jahr 2020 steht dem Gebiet „Westlausitz“ ein Budget von rund 8,2 Millionen Euro zur Verfügung, mit dem Vorhaben gefördert werden können.

Die Region „Bautzener Oberland“ verfolgt ihre Strategie unter dem Leitsatz „Unser Bautzener Oberland – starke Gemeinschaft – starke Wirtschaft – starke Zukunft“. Die 13 Gemeinden südlich der Stadt Bautzen hatten ebenfalls bereits seit 2007 eine Region gebildet und sich ab 2014 als Leader-Gebiet zusammengeschlossen.

Bis zum Jahr 2020 verfügt das Gebiet über ein Budget von knapp 14 Millionen Euro, mit dem es über die Förderung von Vorhaben selbstständig entscheiden kann. Die Leader-Gebiete „Westlausitz“ und „Bautzener Oberland“ kooperieren unter dem Titel „Die Fabrik im Dorf lassen – Industriekultur in der Oberlausitz“.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den Leader-Gebieten

Kauf und Verkauf von Landwirtschaftsflächen

Land- und Forstwirtschaftsflächen im Landkreis Bautzen

Öffentliche Hinweise zu Verkäufen finden Sie unter "Informationen und Bekanntmachungen zur Landwirtschaft"

Landeseigene Landwirtschaftsflächen

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Das Grundstückverkehrsgesetz

Informationen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zum Grundstückverkehrsgesetz

Förderportal Sachsen

Informationen zur Förderung von Naturschutz und nachhaltiger Flächenbewirtschaftung erhalten Sie auf der Seite des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft